
Start Atelier
Ein Raum, eine Schneiderin, keine Zwischenstationen.
An der Friedenauer Straße 29 wird angenommen, gesteckt, genäht und ausgegeben. Alles im selben Raum, alles von derselben Person.
Die Inhaberin
„Ich sehe an einer Naht, wie viel Zeit sich jemand genommen hat.“
Das Schneiderhandwerk habe ich klassisch gelernt: erst die Lehre, dann Jahre in fremden Werkstätten, dann der eigene Betrieb. Was in dieser Zeit geblieben ist, sind zwei Überzeugungen. Erstens: Ein Kleidungsstück ist mehr wert als sein Preisschild — vor allem, wenn es jemandem etwas bedeutet. Zweitens: Man erkennt gute Arbeit nicht daran, was man sieht, sondern daran, was man nicht sieht.
Deshalb nehme ich jedes Stück selbst an. Ich möchte hören, wofür es getragen wird und was daran stört — das entscheidet oft mehr über die Lösung als das Maßband.
Shirin
Inhaberin & Schneidermeisterin

Wie wir arbeiten
Drei Regeln, an die wir uns halten.
Der Preis steht vorher fest
Nach der Anprobe nennen wir einen Festpreis und halten ihn schriftlich fest. Stellt sich beim Öffnen heraus, dass mehr nötig ist, rufen wir an — gearbeitet wird erst nach Ihrem Ja.
Nichts geht außer Haus
Kein Weiterreichen an fremde Werkstätten. Ihr Stück verlässt das Atelier erst wieder, wenn es fertig ist — auch das Bügeln machen wir selbst.
Ehrlich auch gegen uns selbst
Wenn eine Änderung mehr kostet, als das Stück wert ist, oder wenn der Stoff sie nicht mitmacht, sagen wir das. Ein unzufriedener Kunde ist teurer als ein nicht angenommener Auftrag.

Material
Das richtige Garn ist die halbe Naht
Im Regal stehen mehrere Hundert Garnfarben — nicht aus Sammelleidenschaft, sondern weil ein Faden, der zwei Nuancen danebenliegt, jede Naht verrät. Dazu kommen Futterstoffe, Einlagen, Reißverschlüsse in vielen Längen und ein Vorrat an Knöpfen aus Horn, Perlmutt und Metall.
- Garne für Baumwolle, Wolle, Seide, Jersey und Leder
- Futterstoffe in Viskose, Acetat und Baumwolle
- Reißverschlüsse in Kunststoff, Metall und verdeckt
- Knopfvorrat für Ersatz und komplette Neubelegung

Ausstattung
Maschinen, die für ihre Aufgabe gebaut sind
Eine Maschine kann nicht alles. Deshalb steht hier für jede Aufgabe die passende: eine Industriemaschine für gerade Nähte und schwere Stoffe, eine Overlock für elastische Kanten, eine Blindstichmaschine für unsichtbare Säume und ein Dampfbügeltisch, auf dem sich Wolle formen lässt.
- Industrie-Steppmaschine mit Rollfuß für Leder
- Overlock und Coverlock für Jersey und Strick
- Blindstichmaschine für Säume ohne sichtbaren Stich
- Dampfbügeltisch und Formkissen zum Dressieren
- Verstellbare Büsten in Damen- und Herrengrößen
Sprachen
Wir verstehen uns — auch mit Händen und Maßband.
Im Atelier wird Deutsch, Persisch, Kurdisch und Englisch gesprochen. Wenn ein Wort einmal fehlt, hilft die Stecknadel: Sie zeigen, was stören soll, und wir stecken es ab.